Presseartikel Talbau   22.02.17

Energiegemeinschaft Weissacher Tal nimmt weitere Fotovoltaikanlage mit 100 kWp in Betrieb


Ă–kostromversorgung gĂĽnstiger als konventionelle Energie

Die Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG hat auf einem Teil des Firmengebäudes der TALBAU-Haus GmbH in Oberweissach ihre zwölfte Fotovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von nahezu 100 kWp in Betrieb genommen. Rechnerisch reicht die Kapazität der Anlage nahezu aus, den gesamten Strombedarf des Betriebes an diesem Standort zu erzeugen. Tatsächlich erwartet die Energiegemeinschaft, dass 60 % des erzeugten Stromes direkt der Versorgung der Fa. Talbau dient. In privaten Haushalten kann dieser Anteil bei bis zu 30 % liegen. „Von dem guten Wert kann dank der großen Schnittmenge zwischen „Produktionszeiten“ der Sonne und der Fa. Talbau ausgegangen werden“ erläutert Vorstandsmitglied Udo Schmülling. Den restlichen Strombedarf liefert die Energiegemeinschaft aus anderen Ökostromquellen. Damit ist die Energiegemeinschaft dank Ihres eigenen Stromvertriebes in der Lage, die gesamte Stromversorgung der Talbau-Haus GmbH sicherzustellen – und das komplett aus regenerativen Quellen.

Aufgrund der in der letzten Zeit weiter rückläufigen Anschaffungskosten für Fotovoltaikmodule liegen die Produktionskosten für den mit dieser Anlage erzeugten Strom bei ca. 7 ct pro kWh. Ein Wert, der unter den vergleichbaren durchschnittlichen Produktionskosten von Atom- und Kohlestrom (ca. 9 ct/kWh) liegt. Ganz zu schweigen von den bei der fossilen Energieerzeugung durch die Umweltbelastung entstehenden aber nicht im Strompreis enthaltenen externen Kosten, die bei Kohle bis zu 12 ct pro kWh ausmachen und bei Atomstrom noch deutlich darüber liegen. Von den günstigen Produktionskosten profitiert auch die Fa. Talbau: Die gesamte Stromversorgung wird deutlich günstiger als der bisherige Strombezug und verbessert darüber hinaus Umweltbilanz des Unternehmens. „Genau diese Wirtschaftlichkeit und diese Komplett-Versorgung mit Ökostrom aus einer Hand wollten wir erreichen“ freut sich Vorstandsmitglied Reinhard Knüdeler: „Es ist ein Modell für kleine und mittlere Betriebe und öffentliche Einrichtungen (z. B. Kindergärten) in unserer Region“. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Weissacher Bürgermeister ergänzt anerkennend, dass dieses Modell nun binnen Jahresfrist in Weissach bereits das zweite Mal realisiert worden sei. Im Februar vergangenen Jahres ging eine Anlage bei der Fa. Sprintus in Weissach im Tal-Bruch in Betrieb.

Nach Inbetriebnahme der neuen Anlage betreibt die Energiegemeinschaft mit jetzt ca. 320 Mitgliedern insgesamt 534 kWp PV-Anlagen und produziert daraus ca. 510.000 kWh/a Strom, bei einer CO2-Einsparung von ca. 290.000 kg pro Jahr.


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