Zum Hauptinhalt springen

Neue PV-Anlage auf Mehrfamilienhaus in Backnang

Im Rahmen der laufenden Dachsanierung eines Mehrfamilienhauses in Backnang konnten wir eine neue Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 49,28 kWp realisieren. Die Umsetzung dieses Projekts stellte unser Team vor einige Herausforderungen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern erfolgreich gemeistert haben.

Mehr lesen…

Abstimmung und Planung

Die Sanierung erforderte eine enge Abstimmung zwischen Architekt, WEG-Verwaltung, Dachdeckerbetrieb und unserem technischen Partner AET-Beck. Besonders die Nutzung der Dachflächen für die PV-Anlage war eingeschränkt: Zum einen durch Bereiche mit begrenzter Dachlast, zum anderen durch die auf dem Dach installierten Sekuranten (Sicherheitsvorrichtungen für Wartungsarbeiten). Die genaue Einmessung dieser Sekuranten war aufwendig, da ihre tatsächliche Position teilweise von den Plänen abwich. Dies erforderte eine flexible und sorgfältige Planung, um die bebaubare Fläche exakt zu bestimmen.

Bauablauf und Herausforderungen

Die Errichtung der Unterkonstruktion musste in einem engen Zeitfenster zwischen der Fertigstellung der Dachflächen (inklusive Sekuranten) und der anschließenden Bekiesung erfolgen. Ein wichtiger Lerneffekt war, dass die Modulmontage künftig erst nach der Bekiesung erfolgen sollte, um Schäden und Verzögerungen zu vermeiden. Zusätzlich kam es durch die Bauferien zu Verzögerungen im Bauablauf.

Während der Isolationsarbeiten an den Fahrstuhlaufsätzen mussten bereits montierte Module wieder abgedeckt werden, bzw. die Montage auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, um die Qualität der Anlagenkomponenten zu gewährleisten.

Technische Besonderheiten

Im Zuge der Baumaßnahmen wurden zudem neue Hausanschlüsse mit Kabelmuffen und Unterverzweigern installiert, um eine sichere und zukunftsfähige Netzanbindung zu gewährleisten.

Anlagenkonzept

Die PV-Anlage ist als Volleinspeiser konzipiert und nutzt die verfügbare Dachfläche in Ost-West-Ausrichtung optimal aus. Sie wurde im Rahmen der gesetzlichen PV-Dachpflicht im Zuge der Dachsanierung umgesetzt und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in unserer Region.

Bauzeit und Inbetriebnahme

Die Bauzeit erstreckte sich von April bis Dezember 2025. Die Inbetriebnahme erfolgte im Januar 2026.

Wir danken allen Beteiligten für die engagierte Zusammenarbeit und freuen uns, mit dieser Anlage einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung für unsere Gemeinschaft getan zu haben.

Zurück…

Infos zur geplanten Fusion

|>>>Hier (PDF 80 KB) finden Sie aktuelle Infos zur geplanten Fusion mit der 
EnerGeno Heilbronn-Franken eG

Die Genossenschaften im Vergleich:

Ihre Entscheidung zählt!

In der Generalversammlung im Juli 2026 stimmen Sie als Mitglied über die Fusion ab!

Fragen? Schreiben Sie uns: |>>>kontakt@energie-wt.de 


Energiegemeinschaft Weissacher Tal stellt Weichen für die Zukunft – Fusion mit EnerGeno Heilbronn Franken eG wird angestrebt

Bericht von der Generalversammlung 2025 am Dienstag, 16. September 2025, im Bürgersaal der Turn- und Versammlungshalle in Allmersbach im Tal

Die Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG (EGWT) hat bei ihrer Generalversammlung im Bürgersaal Allmersbach nicht nur auf ein bewegtes Geschäftsjahr 2024 zurückgeblickt, sondern auch ein zentrales Zukunftsthema vorgestellt: Die Genossenschaft strebt eine Fusion mit der EnerGeno Heilbronn Franken eG (EnerGeno) an. Ziel ist es, die wirtschaftliche Basis zu stärken, die Organisation zu professionalisieren und die regionale Energiewende langfristig abzusichern. Über die Fusion entscheiden die Mitglieder in der Generalversammlung im Jahr 2026. Bereits am 13. Oktober 2025 lädt die EGWT alle Mitglieder und Interessierten zu einer Informationsveranstaltung nach Allmersbach ein.

Neben diesem Zukunftsthema standen auch personelle Veränderungen im Vorstand auf der Tagesordnung. Mit großem Dank verabschiedete die Versammlung die langjährigen Vorstände Rolf Heller und Matthias Spinnler, die der Genossenschaft weiterhin beratend verbunden bleiben. Neu im Amt sind Albrecht van Ofen, Holzwirt mit handwerklichem Hintergrund, sowie Stephen Harrison, Ingenieur und Unternehmensberater. Beide wollen die Energiewende vor Ort mit frischen Impulsen vorantreiben.

Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt von einem schwachen Solarjahr. Die Erträge der PV-Anlagen lagen 5–10 % unter dem langjährigen Mittel. Es wurden 2024 zwei neue Anlagen mit insgesamt 113 kWp in Betrieb genommen – ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Energiewende in Bürgerhand. Damit überschritt die Genossenschaft 2024 erstmals die Marke von 1 Megawatt installierter PV-Leistung. Trotz einzelner Ausfälle erzielte die Genossenschaft einen Jahresgewinn von 39.000 Euro. Die Mitglieder beschlossen eine Dividende von 3 %. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.

Auch bei den Wärmenetzen berichtete der Vorstand von stabilen Betriebsjahren, aber auch von Optimierungsbedarf:

Fuchsklinge: Die Strom- und Wärmeversorgung läuft technisch stabil, allerdings erschwert die noch nicht abgeschlossene Aufsiedlung den Gesamtbetrieb. Neue Bauprojekte im Areal könnten die Situation in den kommenden Jahren verbessern.

Rombold/Jägerhalde: Seit 2020 stabiler Betrieb, die Betriebsführung wurde an die Bürgerwärme Wiesloch übergeben. Verbesserungen bei der Sommerbelüftung des Heizraums stehen an.

Hauäcker-Auenwald: 2024 erstmals ein komplettes Betriebsjahr der drei Mehrfamilienhäuser. Optimierungen im Betrieb sind vorgesehen.

Brüdenwiesen Altenwohnheim: Weiterhin stabiler Betrieb.

Auch im Bereich Ladeinfrastruktur zeigte die EGWT Kontinuität: An der Fuchsklinge wurden seit 2020 knapp 2.000 Ladevorgänge mit insgesamt über 33.000 kWh gelieferten Strom durchgeführt.

Parallel laufen mehrere Projekte, darunter neue PV-Anlagen in Backnang und auf dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Unterweissach. Zudem wurde auch über geplante Freiflächenprojekte berichtet: Hier wird in den kommenden Wochen vom Projektentwickler ein überarbeiteter Plan vorgestellt. Erst danach fällt die Entscheidung über eine Beteiligung. Bei der Freiflächenanlage „Mittlere Hart“ gestalten sich die Gespräche mit dem Eigentümer zäh, der Wunsch seitens der EGWT besteht jedoch. Angedacht ist außerdem eine Überschuss-PV-Anlage am neuen Wasserwerk Rudersberg.

Fazit: Die Energiegemeinschaft Weissacher Tal bleibt ein Motor der regionalen Energiewende – und will mit dem geplanten Zusammenschluss mit der EnerGeno die nächsten Schritte auf noch stabilerem Fundament gehen.

Vorstände und Aufsichtsräte der EGWT: Reinhard Knüdeler, Matthias Spinnler, Daniel Bogner, Heilwig Coelle, Albrecht van Ofen, Patrizia Rall, Stephen Harrison, Kai-Uwe Ernst, Rolf Heller und Frank Müller (v. l.) | Foto: Thomas Geffken


Der neue Vorstand stellt sich vor:
Albrecht van Ofen und Stephen Harrison

Alter und neuer Vorstand: Matthias Spinnler, Rolf Heller, Stephen Harrison und Albrecht van Ofen (v. l.) vor dem Vereinsheim des SVU Tennis in Unterweissach | Foto: Thomas Geffken